„Wir bringen die Dinge ins Rollen“

Aufruf_quer

Wir laden Sie/Euch ein am 24.10.2018 nach Nürnberg zu kommen.

Wir planen ein Event zum Grundeinkommen, dass weitere Impulse für eine breite und tiefe Diskussion über das Grundeinkommen geben soll.

Es ist eine utopische Denkbewegung, wir möchten das moralisch und ökonomisch noch Undenkbare „Es ist genug Geld für alle da“ in ein Menschenrecht überführen.
Dies Menschenrecht wird, wie M. Rau formuliert, zu einer utopischen Institution, die dann da ist, wenn die aktuellen zusammenbrechen. 

Was wollen wir damit erreichen/bewirken?
Mit der Aktion Grundeinkommen als 31. Menschenrecht wollen wir mit EUCH aus Nürnberg ein starkes Signal für Frieden,Verständigung und Menschenwürde senden. Ganz konkret möchten wir durch die Schaffung symbolischer Formen, symbolischer Praktiken und Solidaritäten das Grundeinkommen als Menschenrecht vorstellbar machen. Die Idee ist, eine Brücke zwischen den Errungenschaften der Vergangenheit und den Möglichkeiten der Zukunft zu bauen. 
Wir möchten so Hoffnung und Zuversicht stärken
Warum Nürnberg?
Nürnberg hat nicht nur eine lange deutsche sowie europäische Geschichte, sie ist auch als Stadt der Nazi-Aufmärsche,der Rassengesetze, der nationalen, völkischen Raserei, die letzlich für die schlimmsten Verbrechen der Menschheit stehen, unvergessen. Zugleich ist die Stadt aber auch Ausgangspunkt des ersten völkerrechtlichen Urteils gegen ebensolche Barbarei. Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse waren so auch ein Impulsgeber, der  zu der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte vor 70 Jahren (10.12.1948) führte.
An einem zentralen Ort in Nürnberg, gegenüber dem Germanischen Nationalmuseum (GNM), – das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums – der wichtigsten Sammlung geschichtlicher nationaler Kulturgüter in Deutschland, wurde vor 25 Jahren die Installation „Straße der Menschenrechte“ von Dani Karavan realisiert. Als weithin sichtbares Zeichen gegen den Nationalsozialismus sowie als deutliches Symbol für Frieden und die universelle Geltung der Menschenrechte. In diesem historischem Spannungsfeld möchten wir Energie für eine bessere Zukunft gewinnen. 
Was werden wir zusammen am 24.10. tun:
Als politische Kunstaktion intervenieren wir an diesem Ort symbolisch und materiell.  Symbolisch will MR31 mit der geplanten Performance das Moment der Ideentransformation, das Umschlagen von Utopie in Wirklichkeit, aufgreifen und reflektieren. 
Physisch  wird das neue Menschenrecht dargestellt in Form einer goldfarbenen Kugel von 3 Meter Durchmesser, darin eingeschrieben der neue „Artikel 31: Das Recht auf Grundeinkommen“.  Wir wollen die Menschenrechte und Dinge wieder ins Rollen bringen. Das statische Ensemble von Museum, öffentlichem Platz, Denkmal und Gedenkkultur wird  mit der Aktion zu einer Projektionsfläche und damit zu einem neuartigen Raum, der die formulierte Utopie sichtbar und erfahrbar macht. Eine Videoinstallation auf dem Torbogen vor der Straße der Menschenrechte wird dies visuell-sinnlich unterstützen.
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Bedingungsloses Grundeinkommen: Zukunft oder Illusion

Es dürfte niemanden überraschen, dass wir auf dieser Seite eher die Zukunft sehen; die Zukunft eines fairen Sozialstaates, von Lebensqualität, dem „guten Leben“ , von Selbstbestimmtheit und vielem mehr. Als Illusion oder eben Täuschung bezeichnen wir hingegen den Glauben, dass mit den Mitteln und Ideen des 19. Jhdrts. im 21.ten noch viel Staat zu machen sein wird. So oder so werden mit dem Grundeinkommen, besonders mit dem bedingungslosen,  viele Fragen verknüpft. Diesen Fragen widmet sich am Mittwoch, 20.06.2018 eine Veranstaltung im Haus Eckstein  , Burgstraße 1-3 in Nürnberg. Die Diskussion beginnt um 19:00h im Raum E.01.

An der Podiumsdiskussion beteiligen sich Reimund Acker, Vorstandsmitglied des Netzwerks Grundeinkommen, Jörg Alt, Priester der Katholischen Hochschulgemeinde Nürnberg und Gründer der Kampagne „Steuer gegen Armut“, die bundesweit unter dem Stichwort Finanztransaktionssteuer diskutiert wird, sowie Dr. Michael Bayer, Soziologe der Evangelischen Hochschule Nürnberg mit dem Schwerpunkt „Soziale Ungleichheit“

Der Eintritt ist frei

 

2018 Jahr der Grundeinkommensexperimente

Zeit der Pilotprojekte

In Spanien / England findet derzeit eine Diskussion darüber statt, inwiefern Städte für Pilotversuche zum Grundeinkommen (GE) oder als Vorreiter  für die Einführung eines GE  geeignet wären (partielle Grundeinkommen in Fearless Cities oder Wise-cities)

Die Flensburger Stadtverwaltung  stimmt einem Feldversuch zur Erprobung eines Grundein­kommen zu – das deckt sich mit den Ergebnissen der  Beratungen der Regierungskoalition  von Niedersachsen.

Schottland Nicola Sturgeon –schottische premierminister  Befürworterein des Grundeinkommens stellt 250.000 Pfund für Machbarkeitsstudien für Grundeinkommens-Pilotversuche in Schottland (Städten und Kommunen)zur Verfügung. Zusätzlich zu dem Fonds wird die Regierung den Pilotbehörden auch helfen, Kosten und Durchführbarkeit ihrer Pläne zu bewerten.

Barcelona hat ein Experiment mit 1.000 erwachsenen Teilnehmern in einer besonders armen Region der Stadt begonnen, „B-Mincome“ bietet ein abgestuftes Einkommen von 400-500 € pro Monat, abhängig vom Haushalt. Da das Einkommen haushaltsbezogen ist und nicht für jeden Einzelnen gleich bezahlt wird, handelt es sich nicht um ein Grundeinkommen, sondern die Ergebnisse könnten immer noch nützliche Beweise für die möglichen Auswirkungen eines zukünftigen Grundeinkommens liefern.

Die Stadt Stockton in Kalifornien gab bekannt, dass dort die erste US-Testphase für das Grundeinkommen stattfinden würde. Stockton arbeitet mit dem Economic Security Project (ESP) zusammen — ein Interessenverband für das Grundeinkommen, der unter anderem von Facebook-Mitbegründer Chris Hughes geführt wird — um das Experiment namens Stockton Economic Empowerment Demonstration (SEED) zu starten. ESP hat der Stadt eine Million Dollar gegeben, um das Experiment zu finanzieren.ExperimentBGE

In Zürich  sowie In Shenzen –China wird darüber nachgedacht & beraten einen Fond für diesee Zwecke zu errichten

Kenia– Give directly : Das 30-Millionen-US-Dollar-Experiment wird die bisher größte Grundeinkommens-Studie sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Dauer sein. Insgesamt mehr als 16.000 Menschenerhalten während des Experiments irgendeine Art von bedingungslosen Geldtransfers-Das Experiment wird drei Behandlungsgruppen umfassen. In zwei Gruppen erhalten die Dörfer ein universelles Grundeinkommen von etwa 23 US-Dollar pro Einwohner und Monat (ungefähr die Hälfte des Durchschnittseinkommens im ländlichen Kenia). In einer Gruppe, die 80 Dörfer umfasst, werden die Zahlungen für zwei Jahre fortgesetzt; in der anderen, die 40 Dörfer umfasst, werden die Zahlungen für zwölf Jahre fortgesetzt. In der dritten Behandlungsgruppe erhalten alle Einwohner eines jeden Dorfes eine einmalige Abfindung in Höhe des zweijährigen Grundeinkommens (d. H. Etwa 276 US-Dollar). Weitere 100 ländliche kenianische Dörfer wurden zufällig einer Kontrollgruppe zugewiesen.

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Künstlergruppe Menschenrecht 31

Was und Wer ist MR31 ?

 Wir sind eine offene Gruppe von Grundeinkommensaktivisten & Künstlern, aus der Metropolregion Nürnberg, die sich zur Künstlergruppe Human Rights 31 (MR 31) zusammengeschlossen hat. Im Zentrum steht die Idee:
„Ein neues Menschenrecht wird geboren“.
Es zeigt sich in dem brandneuen Artikel 31 der Menschenrechte:
Platt Artikel 31 Final-small
ARTIKEL 31 RECHT AUF EIN GRUNDEINKOMMEN,
DAS DIE TATSÄCHLICHE UMSETZUNG VIELER MENSCHENRECHTE ERST GARANTIERT.
Dieses Recht sollte zu einer Art  sozialem Referenzstandard und gleichzeitig zum Höhepunkt der Menschenrechtsidee werden, die vor 70 Jahren ihren Anfang nahm.

Der PLAN

Als künstlerische GeburtshelferInnen für das neue Menschenrecht werden wir anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Deklaration der Menschenrechte am 10. Dezember 2018 sowie des gleichzeitig 25-jährigen Jubiläums von Dani Karavans „Straße der Menschenrechte“ am 24. Oktober 2018 in Nürnberg eine runde Messingbodenplatte von 80 cm Durchmesser (wie Bild oben) mit dem eingravierten Artikel 31 setzen.
Diese Bodenplatte ergänzt und komplettiert optisch und räumlich die Säulen der Menschenrechte von D. Karavan. Beschreibung&Ansicht
Wir möchten das neue Menschenrecht in Nürnberg verorten. Nürnberg als Ort, der zugleich maßgeblicher Ausgangspunkt menschenverachtender Rassenideologien der Nationalsozialisten war und dennoch Ort der Heilung, als Ort der Durchsetzung von Völkerrecht und unveräußerlicher Menschenrechte. Der ideale Ort also für die Geburt eines neuen Menschenrechts.

Die Aktion

Die Geburt muss gefeiert werden. Wir möchten zu beiden Terminen mit künstlerisch-politischen Aktionen  den neuen Artikel einweihen.

Die Platte soll am Boden  befestigt und  mit einem feierlichen Akt enthüllt und vorgestellt  werden. Um diese  Platte herum werden ebenfalls goldfarbene  Absperrhalterungen mit einer roten  Absperrkordel als Distanzhalter aufgestellt. Dies  zeigt dem Betrachter die Nähe, aber auch die Distanz  zur Utopie und lädt  dazu ein, darüber zu diskutieren. 
Die  „Grundsteinlegung“ soll am 24.Oktober 2018, also zum 25 jährigen Jubiläum, erfolgen. Geplant ist,  die beschriebene Platte rechts vor dem Torbogen  zum Eingang der  Menschenrechte, in einer gedachten Sichtachse zu der  Säulenreihe zu platzieren.
Weiter Details sind noch in Planung und Vorbereitung.

INTERESSE ?

Wir sind offen, für jeden der mitmachen, sich einbringen oder uns einfach nur moralisch oder finanziell unterstützen möchte. Einfach Kontakt aufnehmen:

die-initiative-e.v@arcor.de

https://www.facebook.com/Menschenrecht31

 

Das fängt ja gut an.

Im deutschen Spukschloß ist die Hölle los. Zombies,Vampire, We(h)rwölfInnen und jede Menge kleine Gespenster kämpfen um die Hoheit über den Gruselstammtischen.
Bundeswehr soll familienfreundlicher werden. Aber immer doch! Diese wahnsinnigen Reisebelastungen, das Getrennt-Sein von Familie und Heimat, all das sorgt in Soldatenkreisen für den unzeitigen Wunsch nach Vorruhestand.
Das können wir besser! Beispiel gefällig: Gefahrengebiete Hamburg. „Das Gefahrengebiet war ein Erfolg“  und Scholz darf  den sozialdemokratischen Sheriff geben: „Es sei Aufgabe der SPD, für Recht und Ordnung zu stehen.“  Für was auch sonst sollte die SPD noch stehen. Vielleicht für mehr Soldateneinsätze im Inland? Schon 2012 wußte die TAZ, dass  Soldaten fürs aufsässige Volk gewünscht werden.
Herr Scholz übernehmen Sie!
Einsatzschwerpunkte in der Heimat wären ja genug da: Gefahrengebiete, Feuchtgebiete, Zeckengebiete, Mautgebiete, Rumänien und Bulgaren und natürlich auch Bahngebiete. Die Soldaten wären dann auch nicht so weit weg von ihren Familien. Und wenn sie schwul sind, kümmert sich eben Hitzelsberger  drum und : „macht schwulen Soldaten Mut.“
Wenn das mal kein TOP-Arbeitgeber wird, die Bundeswehr?
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Der vierte König

Die Rückkehr des vierten Königs

Was wäre Weihnachten ohne die Geburt Jesus und was wäre die Geburt Jesu ohne die Geschichte mit den drei Königen aus dem Morgenland, manchmal auch Weise oder Magier genannt -?  Aber waren es wirklich drei oder doch nicht eher vier, wie es manch frühes Kirchengemälde nahelegt? Der vierte König, so die verschollene Legende, kam aus dem hohen Norden.  Wer könnte  der Vierte gewesen sein?  Auf meiner Spurensuche verabrede ich mich telefonisch mit Herrn Kermann, der  momentan  verfügbar und gewöhnlich sehr gut unterrichtet ist. „Klar“, sagt er, er wisse darüber Bescheid, rede aber am Telefon nicht so gern darüber. „Man würde ja nie wissen“, schiebt er mit verschwörerischem Unterton nach. Wir verabreden uns im Kaffeehaus.   Sehr langsam rührt er in seiner Melange. „Um auf ihre Frage zurückzukommen“, beginnt er , müde auf  den Löffel in seiner Hand schauend, “ haben Sie sich noch nicht gefragt, welcher Personenkreis dafür wohl  in Frage käme, wer gerade heute wie ein König angesehen und verehrt wird, wessen Worte von schier unergründlicher Weisheit in allen Medien wieder und wieder kundgetan, ja gleichsam mit Gold gewägt werden…? “ –bedeutsame Pause- „ Und wer kann –quasi aus dem Nichts, mittels  magischer  Märkte , Papier, Stein oder  Dreck,  kurz jede Materie, in Geld wandeln und wieder zurück.“

Sein Blick prüft, ob sich ein Zeichen des Erkennens in meinem Gesicht lesen läßt, bis er ihn, mit dem Kopf mitleidig schüttelnd, wieder auf seine Tasse richtet .

„ Rhetorische Frage oder…?“ sage ich  nach eine gefühlten Ewigkeit, „Der Vierte könnte ein Experte aus der Ökonomie und /oder der Bankwirtschaft gewesen sein.“

Kermann nickt kaum sichtbar, lehnt sich entspannt zurück und erzählt nun eine ganz und gar merkwürdige Geschichte.

“Im Matthäusevangelium Kapitel 2 (11) steht: „Und als sie in das Haus gingen und sahen das junge Kind mit Maria, seiner Mutter, da fielen sie nieder und erwiesen ihm ihre Ehrerbietung. Auch öffneten sie ihre Schätze und versahen das Kind mit Geschenken: Gold, Weihrauch und Myrre.

Was brachte aber der Vierte, der von der herkömmlichen Geschichtsschreibung verschwiegene, König, dar?   Was war sein Geschenk an die heilige Familie?  Und wieso wissen wir heute nichte mehr davon?

Es traf sich für ihn wohl, dass der Platz um das Kind von den anderen drei schon belegt war. Er hatte nämlich kein gegenständliches Geschenk für das Kind. Also ging er gleich zu Josef (sic), der etwas im Abseits stand, direkt neben Ochs und Esel. Er grüßte kurz, sondierte mit nachdenklichen Blicken die gesamte Szenerie und zog Stift und Papier  aus den Falten seines Gewandes. Mit schnellen Bewegungen kritzelte er ein paar Zahlen auf das Blatt, malte ein paar Koordinatensysteme drauf und zeichnete Schnittmengen und Verlaufskurven ein.  Souverän lächelnd stellte er sich Josef als Hans O. Unsinn,  seines Zeichens Ökonom und Vermögensmanager, vor.  „ Lassen Sie mich mal kurz die Lage zusammenfassen: Sie sind arbeitslos, haben Frau und Kind, keine feste Unterkunft, sind auf der Flucht und haben kein Geld. Schwieriger Fall, aber ich kann ihnen helfen. Es kostet nur die Hälfte meiner gewöhnlichen Arbitrage. Dies wird mein Geschenk an das heilige Kind sein. Kommen wir also zum Geschäft.“

Josef schien verwirrt. Dieser Mensch sprach in einer unverständlichen Sprache mit ihm, gleichwohl er die Worte kannte.  Aber unser vierter König  ließ sich nicht beirren.

„ Reden wir von den Assets, der Habenseite : Sie haben Gold,  Weihrauch und Myrre, außerdem virtuell einen Stall sowie zwei Kühe in ihrem Portfolio. Nehmen Sie etwas von dem Gold und lassen Sie sich für dieses den Gegenwert  als Kredit geben. Damit  kaufen Sie den Stall und mit dem Rest gründen Sie einen Hedgefond.“

„Wieso denn Kühe, da sind nur Ochs und Esel, und warum sollte ich den Stall.., was ist ein Hedge…“ fragte Josef eingeschüchtert.  Er wird abrupt unterbrochen

„Kleingläubiger, Unwissender …, unterbrechen Sie mich nicht, Zeit ist Geld. Ochs und Esel sind doch Säugetiere wie Kühe auch, ein Esel kann Milch geben wie eine Kuh und ein Ochs Fleisch geben wie diese,  wollen Sie jetzt Haare spalten?“

O. Unsinn schaut Josef streng an, seine Augenbrauen sind nach oben gezogen, die Augen funkeln streitlustig.

„Also, Sie haben zwei Kühe. Verkaufen Sie nun drei Kühe an ihren eigenen Hedge-Fond, der, mit Akkreditiven von den hier anwesenden drei Königen ausgestattet, bei dem Bankhaus  X & Mass eröffnet wird – die übrigens einem Schwager von mir gehört.  Diskretion ist Ehrensache, wenn Sie verstehen!“

An dieser Stelle blinzelt Unsinn wild mit dem rechten Auge.  Er läuft zu Topform auf.

„Dann führen Sie ein Debt/Equity-Swap aus und verbinden dies mit einer allgemeinen Bieterauktion, so dass Sie nun vier Kühe zurückbekommen, mit einem Steuerabzug bezogen auf das Halten von fünf bis sechs Kühen.  Sie können nun Milch-Rechte  für sechs Kühe geltend machen und diese über einen panamaischen Vermittler zu einer Firma, die im verborgenen Besitz von einem hier anwesenden Mehrheitsgesellschafter ist, auf die Caymans transferieren. Diese Firma verkauft  nun die Rechte an der Milch von nun sieben Kühen zurück an Ihren Hedge-Fond. Der Jahresbericht sagt, dass ihr Unternehmen neun Kühe besitzt, sieben und eine Option auf zwei weitere. Das ist ein guter Anfang. Sie besitzen ja noch Grund und Boden mit Stallung, dann noch etwas Gold in Reserve, wertvolle, seltene Rohstoffe und im Prinzip neun Kühe. Die neun Kühe machen zwar kaum Mühe aber ihr Cash-Flow ist nicht optimal.  Sie beleihen nun ihr Landgut mit einer Hypothek  und verkaufen Termin-Kontrakte für ihre Rohstoffe und die 18 Kühe, in deren Besitz sie zum Fälligkeitsdatum sein werden. Diese Kontrakte sichern sie mit CDS (Credit-Default-Swaps) ab, man weiß ja nie, haha…“

Konvulsive Zuckungen und vereinzelte rötliche Flecken breiten sich im Gesicht Unsinns aus und umrahmen dessen glucksendes, keckerndes Lachen. Er ist vom eigenen Furor überwältigt. Nach Atem ringend stößt er hervor:

„Sie haben nun forderungsbesicherte Wertpapiere, sog. Asset-Backed Securities, in der Hand. Das ist gut!  Und sie haben Terminkontrakte, die als Wertpapiere möglicherweise als spekulativ gelten. Von außen besehen könnten mißliebige Zungen von High-Yield-Anleihen (Schrottanleihen) sprechen. Das wäre schlecht. Mit einem Teilverkauf der Wertpapiere besänftigen sie zunächst ihre Gläubiger und mit dem restlichen Geld gründen Sie ein SPV (Special-Purpose-Vehicle  oder auch Zweckgesellschaft) in die sie ihre Asset-Backed-Securities und zugleich ihre Kontrakte also potenzielle High-Yield-Anleihen einbringen. Sie können nun gemeinsam mit meinem Schwager CDO’s (Collateralized Debt Obligations) ausgeben.  Durch die ausgewogene Verteilung des Risikos werden Sie ein gutes Rating  von Standard & Poor o.ä. Agenturen bekommen.  Verkaufen Sie die neuen Anleihen weltweit, später dann am besten nach Deutschland, die nehmen alles. Nun sprudelt ordentlich „cash“ – Eröffnen sie Konten in der Schweiz, Liechtenstein oder auf den Kanalinseln  und leben Sie mit ihrer Sippe und allen Nachkommen vergnügt bis zu ihrem Lebensende in einem Steuerparadies ihrer Wahl.  Wenn Sie dennoch , außer an die überirdische Gerechtigkeit der Märkte, an etwas anderes, das rein Materielle transzendierende glauben möchten, ja, quasi  glauben, ihr Kreuz weiterhin tragen zu müssen…,  hah..har.. , kleiner Scherz am Rande,  können  Sie  ja über unsere Guernsey- Connection PIIGS-Staatsanleihen kaufen.“

„So war das damals“, schließt  Kermann seine Geschichte. „Nun ja, was soll ich noch berichten,  die Geschichte wurde dann ja anders aufgeschrieben.  Von Josef war dann auch kaum mehr die Rede. Schade eigentlich, der hat damals wirklich eine  ordentliche Performance abgeliefert. Das wäre schon ein Tripple A wert, wenn da nicht der Sohn gewesen wäre… und die Kirche, die davon nichts mehr wissen wollte. Aber diese Geschichte ist wahr und könnte sich heute genauso wiederholen, dafür gebe ich, Josef A.C. Kermann, Ihnen mein persönliches Ehrenwort, ich wiederhole mein Ehrenwort!“

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Zukunft der Arbeit: Das gibt zu denken!

Laut John Markoff von der NY-Times soll Terry Gou- Chef von Foxconn(?) und Herr über Millionen von Arbeitskräften- verkündet haben, er werde für seine  Fertigung 1 Million Roboter einkaufen, da „menschliche Wesen auch Tiere“ seien und „das Verwalten von Millionen Tieren ihm Kopfschmerzen“*  bereite.

Das ist mal ein mitfühlender Firmenboss. Ob seine Kopfschmerzen verschwinden, wenn die vielen Millionen Tiere, die seine Produkte kaufen, das nicht mehr tun können oder wollen?  Und kann ein Roboter ein I-Pad gebrauchen? Soviele Fragen: Erstmal ein Aspirin.

(?)- das ist die taiwanesische Firma, die durch den Selbstmord etlicher, aufgrund der brutalen Arbeitsbedingungen zermürbter Mitarbeiter ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gelangte und nebenbei auch die beliebten APPLE – Produkte herstellt.

* Lemonde Diplomatique Juli 2013

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Ein Rolltreppe abwärts ist ein Rolltreppe abwärts, ist eine Rolltreppe…

Wo bitte, gehts zum guten Leben!

In der Republik wird derzeit viel über Entschleunigung debattiert. Und ja, das  unaufhaltsame Hamsterrad, der immmer undeckte Tisch, die unbedingte Alternativlosigkeit von Allem und Jedem, die unbehagliche Steigerungslogik, der unerbittliche Wettbewerb, die unentwegte Unsicherheit scheinen die Zeit, gedacht als menschliche Lebenszeit, zu verdichten, zu schrumpfen, schneller zu takten und damit zu ‚beschleunigen‘.  Selbst das Nachdenken darüber erscheint, da wo es nicht nur zu der noch ganz schnell mal eben zu lesenden, ganz wichtigen Ratgeberliteratur verkommmt oder als  gut bezahltes Entlastungscoaching für gestresste Manager feil geboten wird, als unzeitgemäß, seltsam gehetzt, atemlos.

Der Soziologe Hartmut Rosa sieht dies als eine Art Atemlosigkeit, die mit fehlender Resonanzerfahrung in und mit der Welt verbunden ist. Man hört die Welt um sich herum nicht mehr, sie wird als stumm erlebt und man kann so sich selbst auch nicht mehr verorten, geschweige den stillhalten.
Eine Resonanzerfahrung kann zum Beispiel die ‚Erfahrung der Anerkennung‘ sein oder einfach  das ‚Offenwerden für etwas‘, was diese Erfahrung ermöglicht.

Schön und gut aber was soll damit gesagt werden: Im Philosophie Magazin antwortet Rosa auf die Frage:

Welche Voraussetzungen sind also nötig, um die Beziehung zur Welt wieder zum Schwingen zu bringen?

“ Zunächst einmal Sicherheit. In einer Situation permanenter Verunsicherung, der Prekarisierung der Lebens-und Arbeitsverhältnisse, [… . …] müssen (wir) uns auf basale Dinge verlassen können. Deswegen bin ich ein Anhänger des Grundeinkommens, weil das signalisieren würde: Man muss keine Angst haben, auf den Abhängen des Sozialen ins Bodenlose zu rutschen. Darüber hinaus brauchen wir wieder Zeiträume, das heißt Zeiten und Räume, in denen nicht dieser Dauerdruck vorherrscht.“

Zeit wird so auch als Unzeit erfahrbar. Ein schönes Wort „Unzeit“. Warum nicht einfach mal sagen können: Diese Anforderung, diese Aufgabe, diese Mail, dieser Auftrag kommt zur Unzeit; ich lass‘ es mir gerade gut gehen!

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Kurzmeldungen Prism Tempora

+++ O TEMPORA, O mores : Big Sister Merkel wußte von nichts. Wer hätte das auch anders gedacht

+++Rückrufaktion der NSA: Aufgrund von Programmierfehlern bei Prism wurde IM- Friedrich ins Stamm-Werk der NSA in Crypto-Stasi City, Fort Meade, Maryland, USA-zurückgerufen – Neuprogrammierung offenbar ein Erfolg!

+++ Friedrich: Ich …äh…habe… auf …den…Fehler, ähh …auf …unseren. Fehler … hingewiesen und meine amerikanischen Freunde haben mich sofort zum Besseren bekehrt. Ich kann Ihnen das beweisen: “ Sicherheit ist Supergrundrecht“ -„Einzelheiten sind vertraulich“-von „all diesen Datenschutzdingen“- „hab ich nicht gewußt“+++Sehen Sie, jetzt läuft es wieder wie geschmiert. 

+++viaFefes Blog. News aus England: GCHQ  – bekannt durch das Markenprodukt Tempora – hat sich an die Gesetze gehalten. Das ist ein Detail, was mir viel zu kurz kommt in der Debatte. NATÜRLICH haben die sich an die Gesetze gehalten. Das ist ja gerade der eigentliche Skandal! Dass die Dienste für ihre Schandtaten nicht mal Gesetze brechen mussten!

So einfach ist das…

 

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Neues aus der BGE-Werkstatt

In Indien, so meldete die LeMondeDiplomatique, findet derzeit ein Experiment mit dem Beduingungslosen Grundeinkommen statt.

http://mondediplo.com/2013/05/04income

Warum auch nicht mal in Deutschland?

Aber auch im Film tut sich was:

Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral

Der Bericht ist unter http://www.youtube.com/watch?v=O6IpDDqFvPY zu sehen.

Ein schöner Kurzfilm zum Bedingungslosen Grundeinkommen ist folgender:  Arbeitskrise und Grundeinkommen

http://www.youtube.com/watch?v=wZWPK81oYec&feature=youtu.be

Einfach mal reinschauen.